Wie funktioniert Kammertrocknung von Holz?
Bei kammergetrocknetem Kaminholz kommt es auf eines an: Der Feuchtigkeitsgehalt muss stimmen, damit Sie das Holz direkt nach der Lieferung verfeuern können und am Kaminabend keine bösen Überraschungen erleben. Nach Jahren, in denen wir unseren Trocknungsprozess getestet und verfeinert haben, können wir dafür heute garantieren.
Wie das genau abläuft, halten wir nicht geheim. Auf dieser Seite erklären wir Ihnen jeden Schritt.
Schritt 1: Die Maße des Holzes
Unser Trocknungsprozess beginnt lange vor der Kammer, nämlich beim Fällen und Spalten. Wie groß ein Scheit ist, bestimmt, wie schnell und wie gleichmäßig es durchtrocknet. Weil wir alle Scheite auf dasselbe Maß spalten, trocknet jede Palette gleich, und genau das macht die Qualität planbar.
Die Maße
- Durchmesser 8 bis 12 cm
- Länge 25 cm
Schritt 2: Trocknen in der Trockenkammer
Sind die Scheite sorgfältig auf Paletten gestapelt, geht es in die Trockenkammer. Die Kammern sind gut isoliert, sodass kaum Wärme verloren geht. Dort bleiben die Paletten drei bis vier Tage bei einer konstanten Temperatur von 80 bis 90 Grad Celsius.
Die Trockenkammer
- Gut isoliert
- 80 bis 90 Grad Celsius
- Drei bis vier Tage
Schritt 3: Lufttrocknung
Wenn die Paletten aus der Kammer kommen, liegt das Holz bei etwa 25 Prozent Restfeuchte. Den Rest übernimmt die Luft: Die Paletten stehen unter einem Vordach im Freien, wo der Wind die letzte Feuchtigkeit aus dem Holz zieht. Damit fällt der Wert auf unter 20 Prozent.
Die Lufttrocknung
- Ganz natürlich
- Umweltbewusst
- Restfeuchte unter 20 Prozent
Warum kammergetrocknetes Holz das bessere Brennholz ist
Deshalb bieten wir auch Privatkunden größere Mengen kammergetrocknetes Brennholz auf Einwegpaletten zu einem und zwei Raummetern an. Bei kammergetrocknetem Holz können Sie sich darauf verlassen, dass es wirklich trocken ist, also unter 20 Prozent Restfeuchte liegt. Sie müssen es nicht erst ein Jahr lagern, sondern können sofort einheizen.
Dazu kommt ein zweiter Vorteil: Das Holz ist frei von Ungeziefer und Schimmel. Die Hitze in der Kammer tötet Insekten ebenso ab wie Bakterien und Sporen, die später Schimmel bilden könnten. Wer sein Holz in der Garage oder im Haus lagern will, hat davon am meisten.
Die Energie für die Trocknung stammt häufig aus der Abwärme von Biogasanlagen, also aus Wärme, die ohnehin anfällt. In diesem Bereich tut sich einiges: Es gibt inzwischen Trockenkammern mit Solarunterstützung und Kammern, die den Wind gezielt umleiten. Der hohe Energiebedarf ist der größte Nachteil der künstlichen Trocknung, und genau daran wird laufend gearbeitet. Unterm Strich liefert die Kammertrocknung Brennholz, das seinen Preis wert ist, besonders für alle, die sofort heizen oder ihr Holz drinnen lagern wollen.