Entwicklung der Holzpreise 2026: Wie sind die Aussichten?
Aktualisiert: 27. August 2026
Warum ist Brennholz derzeit so teuer?
Wir verstehen es vollkommen: Es ist ärgerlich zu sehen, dass die Preise für ein gemütliches, wärmendes Feuer auch 2026 hoch bleiben. Bei Brennholz Gigant setzen wir auf Ehrlichkeit und Transparenz, deshalb erklären wir Ihnen einfach, woran es liegt. Die Kurzfassung: Die Einkaufspreise für Holz sind in diesem Jahr erneut deutlich gestiegen, und die Zahlen zeigen genau, wie stark.
Laut dem HPE-Preisindex, dem führenden Index für die Einkaufspreise von Nadelholz, lag der Preis für Massivholz im August 2026 rund 10 % höher als im Januar. Im Jahresvergleich beträgt der Anstieg sogar knapp 15 %. Nachfolgend erläutern wir Ihnen die vier Faktoren, die dahinterstecken, und was Sie selbst am besten tun können.
Kurz zusammengefasst: der Holzmarkt 2026
Für alle, die es schnell wissen möchten, haben wir die wichtigsten Preistreiber dieses Jahres zusammengestellt:
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Faktor |
Auswirkung auf den aktuellen Holzpreis |
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Gestörte Anlieferung aus den Erzeugerländern |
Weniger Frischholz in die Sägewerke, knapperes Angebot am Anfang der Kette. |
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Produktionsrückstände |
Die Nachfrage übersteigt das direkt verfügbare, getrocknete Angebot. |
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Hohe Energiepreise |
Verbraucher suchen Sicherheit beim Heizen mit Holz, was die Nachfrage antreibt. |
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Hohe Transportkosten |
Der Transport von schwerem Holz aus Osteuropa nach Deutschland bleibt teuer. |
1. Gestörte Anlieferung aus den Erzeugerländern
Die wichtigsten holzproduzierenden Länder in Ost- und Nordeuropa erlebten zu Beginn des Jahres 2026 einen strengen Winter. Außergewöhnliche Schneemengen, gefrorener Boden und anhaltende Kälte machten die Wälder wochenlang für schweres Gerät kaum befahrbar. Dadurch kam der Holzeinschlag weitgehend zum Erliegen, was zu einem Rückgang bei der Anlieferung von Frischholz an die Sägewerke führte.
Weniger Anlieferung am Anfang der Kette bedeutet unweigerlich höhere Preise am Ende. Und das zeigt sich in den Zahlen: Gerade im ersten Quartal 2026 stiegen die Einkaufspreise am schnellsten.
2. Einen großen Rückstand in der Lieferkette aufholen
Durch diesen Stillstand entstand ein erheblicher Produktionsrückstand. Seitdem arbeiten die Sägewerke auf Hochtouren, um die Engpässe abzubauen, doch beim Brennholz gibt es einen Haken: Das Holz muss erst trocknen, bevor es in Ihren Ofen kann. Selbst mit modernen Trockenkammern kostet das Zeit und Energie. Das direkt nutzbare, trockene Angebot ist deshalb schlicht nicht groß genug, um mit der Marktnachfrage mühelos Schritt zu halten, und dieser Mangel an verfügbarem Holz treibt die Einkaufspreise nach oben.
Wie das konkret aussieht, sehen Sie in der Grafik unten. Sie basiert auf dem HPE-Preisindex, der monatlich die Einkaufspreise für Nadelholz erfasst (ein guter Gradmesser für den Holzmarkt insgesamt). Wir haben den Januar 2026 auf 100 gesetzt, damit Sie auf einen Blick erkennen, wie stark der Preis seit Jahresbeginn gestiegen ist.


Auffällig ist: Die Preise legten vor allem im ersten Halbjahr kräftig zu. Massivholz für Paletten lag im August bei gut 110 Punkten (+10 % seit Januar), Verpackungsholz bei gut 107 Punkten (+7,5 %). In den Sommermonaten flacht der Anstieg etwas ab, von einem echten Rückgang kann jedoch keine Rede sein. Die Preise stabilisieren sich auf hohem Niveau.
3. Steigende Energiepreise treiben die Nachfrage nach Brennholz an
Die Energie- und Gaspreise bleiben auch 2026 für viele Haushalte ein Sorgenthema. Die Reaktion darauf ist verständlich und vorhersehbar: Verbraucher suchen nach zuverlässigen, alternativen Wärmequellen, um ihre Kosten im Griff zu behalten. Der Ofen oder Kamin bleibt dabei eine der beliebtesten Optionen. Diese anhaltend hohe Nachfrage nach Brennholz aus dem privaten Bereich setzt die ohnehin knappen Vorräte in Europa zusätzlich unter Druck.
4. Der direkte Einfluss der Transportkosten
Brennholz ist schwer und nimmt viel Volumen ein. Transportkosten machen daher stets einen erheblichen Teil des endgültigen Verkaufspreises aus. Die Lkw, die unsere Paletten Brennholz trocken und sicher aus Osteuropa nach Deutschland fahren, sind in den letzten Jahren teurer geworden, und diese Kosten müssen zum Teil in den Endpreis einer Palette Holz einfließen. Solange Kraftstoff und Transport teuer bleiben, wirkt sich dieser Faktor weiter auf das aus, was Sie für eine Palette bezahlen.
Historische Perspektive: die Nachwirkungen der Krisenjahre
Blickt man zurück, zeigt sich in den Holzpreisen der vergangenen Jahre ein klarer roter Faden:
- 2021 bis 2022: ein explosionsartiger Preisanstieg durch Corona-Knappheit, logistische Probleme und die Folgen des Krieges zwischen Russland und der Ukraine (darunter Sanktionen und Importverbote).
- 2023 bis 2024: eine leichte Stabilisierung, bei der der Markt eine neue, aber dauerhaft höhere „Normalität" fand.
- 2025 bis 2026: Zu den anhaltenden Folgen der veränderten Importströme in Europa (viele Länder halten ihr Holz innerhalb der eigenen Grenzen) kommen nun eine gestörte Anlieferung und eine anhaltende Nachfrage, die erneut für eine Preisspitze sorgen.
Der Holzmarkt ist noch immer weit von der Stabilität vor der Pandemie entfernt und bleibt anfällig für äußere Einflüsse.
Aussichten für den Rest des Jahres 2026: Was tun Sie am besten?
Auf einen deutlichen Preisrückgang zu warten, erscheint in diesem Markt keine kluge Strategie. Die Zahlen zeigen zwar eine Abflachung im Sommer, aber keinen Rückgang, und sobald die Heizsaison wieder beginnt, steigt die Nachfrage traditionell an. Die Wahrscheinlichkeit ist daher groß, dass die Preise eher steigen als sinken, sobald der Andrang zurückkehrt.
Unser Rat ist einfach: Kommen Sie dem Ansturm zuvor. Warten Sie nicht, bis die Preise womöglich weiter steigen oder die Lieferzeiten länger werden. Bestellen Sie noch heute Ihren Vorrat an Kaminholz, Holzbriketts oder Holzpellets bei Brennholz Gigant. So sichern Sie sich Holz in Spitzenqualität, sitzen in diesem Jahr wohlig warm und vermeiden böse Überraschungen später in der Saison.