Holzwurm und Käfer im Brennholz

In Brennholz leben häufig kleine Käfer und Larven wie der Holzwurm, der Holzbock oder der Borkenkäfer. Für Ihr Kaminholz sind sie kein Problem, denn das Holz wird ohnehin verbrannt. Wichtig ist nur, dass Sie befallenes Holz nicht dauerhaft im Wohnraum lagern, damit die Insekten nicht auf trockenes Bauholz oder auf Möbel übergehen. Auf dieser Seite lesen Sie, woran Sie einen Holzwurm erkennen, wie er aussieht, welche Tiere sich im Brennholz noch aufhalten und warum kammergetrocknetes Holz gar nicht erst befallen wird.

Holzwurm erkennen: die vier Anzeichen

Sie sehen den Holzwurm selbst so gut wie nie, denn er sitzt im Holz. Was Sie sehen, sind seine Spuren, und die sind eindeutig:

  • Bohrmehl. Feines, hellbeiges Pulver, das aussieht wie Puderzucker und unter dem Holz oder in den Ritzen liegt. Frisches Bohrmehl bedeutet aktiven Befall, altes ist grau und verklumpt.
  • Kleine runde Löcher. Ausfluglöcher von einem bis zwei Millimetern, sauber rund und mit scharfen Rändern. Das sind die Ausgänge der fertigen Käfer, nicht die Eingänge.
  • Krümelnde Kanten. Drücken Sie mit dem Fingernagel an eine Kante: gibt das Holz nach oder bricht es weg, sitzen darunter Fraßgänge.
  • Knabbergeräusche. In sehr ruhigen Räumen ist das Fressen der Larven manchmal als leises Ticken oder Knistern zu hören, vor allem abends.

Ein Holzwurmnest im eigentlichen Sinn gibt es übrigens nicht. Die Larven leben einzeln in ihren Fraßgängen im Holz, ein zentraler Bau wie bei Ameisen oder Wespen existiert nicht.

Wie sieht ein Holzwurm aus?

Der Name führt in die Irre, denn ein Holzwurm ist kein Wurm, sondern die Larve eines Käfers, meist des Gemeinen Nagekäfers. Die Larve ist gebogen, cremeweiß, hat einen bräunlichen Kopf und wird höchstens sechs Millimeter lang, also etwa so lang wie ein Reiskorn und deutlich dünner. Der fertige Käfer ist zweieinhalb bis fünf Millimeter groß, dunkelbraun und walzenförmig, mit feinen Punktreihen auf dem Rücken. Beide sind so klein, dass die meisten Menschen sie erst bemerken, wenn Bohrmehl auf dem Boden liegt. Wichtig für Ihr Brennholz: die Larve braucht Holzfeuchte, um sich zu entwickeln. Unter etwa zehn bis zwölf Prozent stellt sie ihre Entwicklung ein.

Welche Käfer und Würmer leben im Brennholz?

Am bekanntesten sind Holzwurm und Holzbock, deren Larven Gänge ins Holz fressen. Auch Borkenkäfer können in Rinde und Splintholz sitzen. Die meisten dieser Tiere bevorzugen feuchtes oder frisches Holz und verschwinden, sobald das Holz gut durchgetrocknet ist.

Holzwurm, Holzbock oder Borkenkäfer?

Die drei werden ständig verwechselt, sind aber leicht zu unterscheiden, wenn Sie auf die Löcher schauen. Der Holzwurm hinterlässt runde Löcher von einem bis zwei Millimetern und feines Bohrmehl. Der Holzbock, genauer der Hausbock, macht ovale Löcher von fünf bis zehn Millimetern, seine Larven werden über zwei Zentimeter lang, und er befällt ausschließlich Nadelholz. In Buche, Eiche oder Esche finden Sie ihn also nicht, was für unser Sortiment aus Hartholz bedeutet: Hausbock ist hier kein Thema. Der Borkenkäfer sitzt gar nicht im Holz, sondern unter der Rinde, wo er sternförmige Gangmuster hinterlässt. Er stirbt ab, sobald das Holz trocken ist, und richtet an verbautem Holz keinen Schaden an.

Sind die Käfer gefährlich für mein Haus?

In der Regel sind sie harmlos, solange Sie das Brennholz draußen lagern. Ein Risiko entsteht vor allem dann, wenn Sie größere Mengen befallenes, feuchtes Holz über lange Zeit direkt im Haus stapeln. Trockenes, gut gelagertes Kaminholz ist für verbautes Holz kaum eine Gefahr.

Wie vermeide ich Käfer im Brennholz?

Lagern Sie Ihr Holz trocken, luftig und draußen, und holen Sie nur so viel ins Haus, wie Sie kurzfristig brauchen. Je trockener das Holz, desto unattraktiver ist es für Insekten. Kontrollieren Sie neues Holz kurz auf Bohrmehl und Löcher.

Verschwindet der Holzwurm von selbst?

Nur unter einer Bedingung: wenn das Holz trocken wird und trocken bleibt. Die Larve lebt zwei bis acht Jahre im Holz und frisst in dieser Zeit weiter, solange sie genug Feuchtigkeit findet. Sinkt die Holzfeuchte dauerhaft unter zehn bis zwölf Prozent, stirbt die Entwicklung ab und der Befall läuft aus. In einem feuchten Schuppen, im Gartenhaus oder in einem nicht durchlüfteten Stapel passiert das nie, dort geht der Befall Jahr für Jahr weiter. Wie Sie richtig stapeln, damit Ihr Holz durchtrocknet, lesen Sie unter Brennholz richtig lagern.

Warum kammergetrocknetes Holz weniger betroffen ist

Beim Kammertrocknen wird das Holz stark erhitzt, wodurch Larven und Eier absterben und die Restfeuchte deutlich sinkt. Unser Kaminholz ist kammergetrocknet, dadurch ist es sauberer und deutlich weniger anfällig für Käfer als frisches Holz.

Hitze statt Chemie

Larven, Eier und Käfer sterben durch Wärme. Ab etwa 55 Grad im Holzkern ist nach rund einer Stunde jedes Entwicklungsstadium abgetötet, und genau darauf beruht die thermische Behandlung. Der oft empfohlene Trick mit dem Föhn funktioniert deshalb nur bei dünnen Leisten und kleinen Gegenständen: bei einem Scheit oder einem Balken erreicht die Hitze den Kern nicht, die Oberfläche wird heiß und die Larve zwei Zentimeter tiefer überlebt. In unseren Trockenkammern liegt die Temperatur deutlich über diesem Wert und wirkt auf das gesamte Scheit, weshalb kammergetrocknetes Holz frei von lebenden Insekten aus der Kammer kommt. Wie dieser Prozess abläuft, steht unter Trocknungsprozess, und was ofengetrocknetes Holz sonst noch besser macht unter ofengetrocknetes Kaminholz.

Was tun bei Befall?

Lagern Sie betroffenes Holz sofort nach draußen und verheizen Sie es zügig. Bringen Sie es nicht in die Nähe von Möbeln oder Dachbalken. Auf Chemie können Sie beim Brennholz getrost verzichten, denn im Ofen landet das Holz ohnehin.

Anders sieht es aus, wenn Sie Bohrmehl an Möbeln, Dachbalken, Fensterrahmen oder Treppen entdecken. Dann geht es nicht mehr um Brennholz, sondern um verbautes Holz, und dafür sind wir nicht die richtige Adresse. Wenden Sie sich in diesem Fall an einen Schädlingsbekämpfer oder einen Restaurator, der die Bausubstanz beurteilen kann. Wir verkaufen kein Holzschutzmittel und geben dazu bewusst keine Empfehlung ab.

FAQ

Ist Holzwurm im Brennholz gefährlich?

Für das Brennholz selbst nicht. Problematisch wird es nur, wenn Sie befallenes Holz lange im Haus neben verbautem Holz lagern.

Kann Brennholz Käfer ins Haus bringen?

Ja, wenn Sie feuchtes, befallenes Holz drinnen lagern. Holen Sie deshalb nur kleine Mengen herein und lagern Sie den Vorrat draußen.

Wie verhindere ich Käfer im Brennholz?

Trocken und luftig lagern, nur den Tagesbedarf ins Haus holen und auf gut getrocknetes Holz setzen.

Hilft kammergetrocknetes Holz gegen Käfer?

Ja. Die Hitze beim Trocknen tötet Larven ab und das trockene Holz ist für Insekten unattraktiv.

Wie groß ist ein Holzwurm?

Die Larve wird höchstens sechs Millimeter lang und ist cremeweiß und gebogen. Der fertige Käfer ist zweieinhalb bis fünf Millimeter groß und dunkelbraun.

Woran erkenne ich frischen Befall?

An hellem, feinem Bohrmehl. Frisches Bohrmehl ist hellbeige und rieselt, altes ist grau und verklumpt. Wischen Sie die Stelle sauber: liegt nach einigen Tagen neues Mehl da, ist der Befall aktiv.

Verschwindet der Holzwurm von selbst?

Nur wenn das Holz dauerhaft unter zehn bis zwölf Prozent Holzfeuchte kommt. Die Larve lebt sonst zwei bis acht Jahre im Holz und frisst weiter.

Ist der Holzwurm im Brennholz für Menschen gefährlich?

Nein. Holzwürmer stechen nicht, beißen nicht und übertragen keine Krankheiten. Sie sind ausschließlich für das Holz ein Problem.

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